Geöltes Parkett reinigen und Nachölen leicht gemacht

Ein geölter Parkettboden ist natürlich, wohnlich und langlebig – vorausgesetzt, er wird richtig gepflegt. Ähnlich wie bei gutem Leder schützt das Öl das Holz von innen und bewahrt seine natürliche Ausstrahlung. Damit dieser Schutz langfristig erhalten bleibt, sind die richtige Reinigung und das regelmäßige Nachölen entscheidend.

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie geöltes Parkett korrekt reinigen, wann ein Nachölen sinnvoll ist und worauf Sie im Alltag achten sollten, damit Ihr Boden dauerhaft schön bleibt.

1. Warum geölte Holzböden eine besondere Pflege benötigen

Geölte Parkettböden sind offenporig. Das Holz kann atmen, Feuchtigkeit regulieren und seine natürliche Struktur zeigen. Das Öl dringt tief in die Holzfasern ein und schützt das Parkett von innen heraus.

Dieser Schutz nutzt sich mit der Zeit ab – insbesondere in stärker beanspruchten Bereichen. Deshalb muss die Ölschicht regelmäßig aufgefrischt werden, um Widerstandsfähigkeit und Optik zu erhalten.

2. Die Unterhaltsreinigung– Staub und Schmutz vermeiden

Eine regelmäßige, schonende Reinigung beugt Kratzern und vorzeitigem Verschleiß vor.

Trockene Reinigung

  • Staubsauger mit Parkettdüse oder weicher Besen

  • entfernt Staub und feine Partikel, die sonst wie Schleifpapier wirken

Feuchte Reinigung

  • nur nebelfeucht wischen

  • geeignete Holzbodenseife für geöltes Parkett verwenden

  • unbedingt das empfohlene Mischverhältnis einhalten

Zu wenig Pflegeanteil lässt den Boden ausmagern, zu viel führt zu Schlieren. Stehende Nässe sollte grundsätzlich vermieden werden.

3. Nachölen für langanhaltenden Schutz

Ein geölter Boden benötigt regelmäßig eine Auffrischung mit Pflegeöl, um den Schutz aufrechtzuerhalten:

Empfohlene Intervalle:

  • Wohnbereiche mit geringer Nutzung: alle 24–36 Monate
  • Stärker beanspruchte Flächen: alle 12–18 Monate

So geht’s:

  1. Boden gründlich reinigen
  2. Pflegeöl mit weichem Tuch oder Poliermaschine dünn auftragen
  3. Öl einziehen lassen
  4. Überschüssiges Öl mit Poliermaschine aufnehmen, um Klebrigkeit zu vermeiden

4. Wichtige Pflegetipps aus der Praxis

  • keine aggressiven Reiniger oder Allzweckmittel
  • Wasser nur sparsam einsetzen

  • Scheuermittel und harte Bürsten vermeiden

  • Filzgleiter unter Möbeln anbringen

  • harte Absätze möglichst meiden

Diese einfachen Regeln lassen sich ohne gr0ßen Aufwand in den Alltag integrieren – und machen langfristig einen spürbaren Unterschied für Ihren Parkettboden. Kleine Maßnahmen haben oft große Wirkung 5 Pflegefehler bei Parkett – so vermeiden Sie Schäden

5. Fazit: Regelmäßige Pflege für langanhaltende Schönheit

Ein geölter Holzboden ist langlebig, edel und zeitlos – vorausgesetzt, er erhält die richtige Pflege.
Mit regelmäßiger Reinigung, dem passenden Pflegeöl und einem schonenden Umgang bleibt er viele Jahre ein Schmuckstück Ihres Zuhauses.

Sie möchten die Reinigung oder das Nachölen Ihres geölten Parketts fachgerecht ausführen lassen?
Wir übernehmen Pflege und Auffrischung professionell – abgestimmt auf Ihren Boden und Ihre Nutzung.

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Häufige Fragen zur Pflege von geöltem Parkett

Unser FAQ

Je nach Beanspruchung alle 12–36 Monate. Wohnbereiche mit hoher Nutzung benötigen häufigere Auffrischungen.

Regelmäßig staubsaugen oder nebelfeucht wischen. Verwenden Sie spezielle Holzbodenseife, z. B. WOCA, und halten Sie das Mischverhältnis ein.

Ja, geöltes Parkett kann mehrfach abgeschliffen und neu geölt werden, solange die Nutzschicht ausreichend dick ist.

Ja, sofern es fachgerecht verlegt und die Holzart passend gewählt wird. Eiche ist besonders geeignet.

Keine Panik – sofort mit einem weichen Tuch aufnehmen. Ist das Holz gut geölt und die Oberfläche intakt, dringt Rotwein nur langsam ein. Fehlt der Schutz, zieht er schneller ins Holz und kann Flecken hinterlassen.

Mit dem Wassertropfentest: Ein paar Wassertropfen auf das Parkett geben. Perlen sie ab, ist der Schutz intakt. Ziehen sie ins Holz ein, sollte das Parkett dringend nachgeölt werden.

Eiche Blätter mit Eichhörnchen