Geöltes Parkett reinigen und pflegen – so bleibt Ihr Holzboden lange schön

Ein geölter Parkettboden wirkt natürlich, warm und zeitlos. Damit er diese Ausstrahlung viele Jahre behält, benötigt er jedoch die richtige Pflege. Wer geöltes Parkett regelmäßig reinigt und bei Bedarf nachölt, schützt das Holz dauerhaft und verlängert die Lebensdauer des Bodens.

Viele Schäden entstehen nicht durch das Alter des Parketts, sondern durch ungeeignete Reinigungsmittel oder eine falsche Pflege. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie geöltes Parkett richtig reinigen, wann ein Nachölen sinnvoll ist und welche Fehler Sie vermeiden sollten.

Warum benötigt geöltes Parkett eine besondere Pflege?

Im Gegensatz zu versiegeltem Parkett bleibt die Oberfläche eines geölten Bodens offenporig. Das Öl dringt tief in das Holz ein und schützt es von innen. Dadurch kann das Holz Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben, was für ein angenehmes Raumklima sorgt.

Mit der Zeit nutzt sich dieser Schutz jedoch ab – besonders in Bereichen, die täglich stark beansprucht werden. Regelmäßige Pflege sorgt dafür, dass Ihr Parkett widerstandsfähig bleibt und seine natürliche Optik behält.

Wie reinigt man geöltes Parkett richtig?

Die regelmäßige Reinigung ist der wichtigste Beitrag zum Werterhalt Ihres Bodens.

Entfernen Sie Staub und Schmutz zunächst mit einem Staubsauger mit Parkettdüse oder einem weichen Besen. Kleine Sand- oder Schmutzpartikel wirken wie Schleifpapier und können die Oberfläche beschädigen.

Beim Wischen gilt: Setzen Sie ausschließlich einen Reinigungsmittel ein, das speziell für geölte Parkettböden geeignet ist. Wir empfehlen unseren Kunden die Verwendung der WOCA Holzbodenseife. Halten Sie sich an das empfohlene Mischungsverhältnis des Herstellers. Zu wenig Pflegeanteil lässt das Holz austrocknen, zu viel kann Schlieren hinterlassen.

Stehende Nässe sollte grundsätzlich vermieden werden.

Woran erkennt man, dass geöltes Parkett nachgeölt werden muss?

Viele Eigentümer fragen sich, wann der richtige Zeitpunkt zum Nachölen gekommen ist. Ein fester Termin lässt sich nicht nennen, denn entscheidend ist die Beanspruchung des Bodens.

Typische Anzeichen sind:

  • die Oberfläche wirkt stumpf oder trocken
  • Wasser perlt nicht mehr ab
  • das Holz nimmt Feuchtigkeit schneller auf
  • Laufwege erscheinen heller als die übrige Fläche

In Wohnräumen genügt häufig ein Nachölen alle zwei bis drei Jahre. In stark genutzten Bereichen kann eine Auffrischung bereits nach zwölf bis achtzehn Monaten sinnvoll sein.

Geöltes Parkett nachölen – Schritt für Schritt

Vor dem Nachölen muss der Boden gründlich gereinigt werden. Anschließend wird das Pflegeöl dünn und gleichmäßig aufgetragen. Nach der Einwirkzeit wird überschüssiges Öl sorgfältig entfernt und die Oberfläche poliert.

Gerade bei größeren Flächen empfiehlt sich der Einsatz einer Poliermaschine. Sie sorgt für ein gleichmäßiges Ergebnis und verhindert klebrige Stellen auf dem Boden.

Diese Pflegefehler sollten Sie vermeiden

In unserer täglichen Arbeit sehen wir immer wieder Böden, die nicht aufgrund ihres Alters renoviert werden müssen, sondern wegen falscher Pflege.

Vermeiden Sie deshalb:

  • aggressive Allzweckreiniger
  • Scheuermittel oder harte Bürsten
  • zu viel Wasser beim Wischen
  • Möbel ohne Filzgleiter
  • dauerhafte Feuchtigkeit auf dem Boden

Mit wenigen einfachen Maßnahmen bleibt geöltes Parkett über viele Jahre schön und widerstandsfähig.

Lesetipp: Wie Sie weitere Schäden vermeiden, erfahren Sie im Beitrag 5 Pflegefehler bei Parkett – so vermeiden Sie Schäden

Fazit

Geöltes Parkett ist langlebig, pflegeleicht und natürlich schön – vorausgesetzt, es wird richtig behandelt. Mit einer regelmäßigen Reinigung, geeigneten Pflegeprodukten und einem rechtzeitigen Nachölen bleibt Ihr Holzboden viele Jahre in einem gepflegten Zustand.

Sie sind unsicher, ob Ihr Parkett lediglich eine Pflege oder bereits eine Renovierung benötigt?

Wir beraten Sie gerne persönlich und beurteilen den Zustand Ihres Bodens vor Ort. Gemeinsam finden wir die passende Lösung – von der professionellen Reinigung über das Nachölen bis zur Parkettrenovierung. Nehmen Sie unverbindlich Kontakt mit uns auf.

Häufige Fragen zur Pflege von geöltem Parkett

Unser FAQ

Je nach Beanspruchung alle 12–36 Monate. Wohnbereiche mit hoher Nutzung benötigen häufigere Auffrischungen.

Regelmäßig staubsaugen oder nebelfeucht wischen. Verwenden Sie spezielle Holzbodenseife, z. B. WOCA, und halten Sie das Mischverhältnis ein.

Davon raten wir ab. Hitze und Feuchtigkeit können das Holz unnötig belasten und die geölte Oberfläche beschädigen.

Keine Panik – sofort mit einem weichen Tuch aufnehmen. Ist das Holz gut geölt und die Oberfläche intakt, dringt Rotwein nur langsam ein. Fehlt der Schutz, zieht er schneller ins Holz und kann Flecken hinterlassen.

Mit dem Wassertropfentest: Ein paar Wassertropfen auf das Parkett geben. Perlen sie ab, ist der Schutz intakt. Ziehen sie ins Holz ein, sollte das Parkett dringend nachgeölt werden.

Eiche Blätter mit Eichhörnchen